| Home Die akustische Bändigung des PCs -
So bringen Sie Ihrem PC das Flüstern bei.
Stand:Sept. 02
Die Ansprüche des PC Anwenders sind recht unterschiedlich: Wenn
der Sound für die Raveparty bestimmt ist stellt sich das Thema nicht.
Für viele Anwender ist das stete Gesumm aber eine Plage, und bei
feineren Klängen leidet der Hörgenuß erheblich. Zum Glück
gibt es eine ganze Reihe von wirkungsvollen Gegenmaßnahmen. Sie
werden hier im Detail behandelt.
Vorab: Die Resultate lassen sich (kaum noch) hören.
Soll ein neuer PC angeschafft werden ist es am einfachsten vor dem Kauf
"Probehören" zu gehen - dabei sollte der Rechner bereits
einige Stunden mit der später geforderten CPU-Leistung (Grafik im
Taskmanager) warm gelaufen sein - erst dann erreichen die Lüfter
die volle Drehzahl. Vielleicht ist der Händler bereit eine passende
Konfiguration zusammenzustellen wenn er entsprechende Kenntnisse hat.
Sie können dabei natürlich auch die folgende Liste zu Rate ziehen.
In der Zeitschrift ct 18/02 ist das Thema "leiser
PC" umfassend behandelt. Dort werden auch Komplettsysteme getestet.
Fazit: Es gibt tatsächlich vollwertige lüfterlose Rechner der
aktuellen oberen Leistungsklasse ,die sich kaum noch hören lassen:
Im Big Tower der PC Silentium von Deltatronic
(Pentium 4 2,4 GHz / FSB400, Grafik Nvidia Gforce4
MX460) 0,2 Sone bei Volllast - Preis: ca. 2650 EUR.
Und im handlicheren Slimline Gehäuse (370
x 90 x 345 mm3) der SID Future Client von Signum
Data (Pentium 4 2,2 GHz / FSB400, Grafik Nvidia
Quadro4) 0,1 Sone bei Volllast - Preis ca. 2800 EUR.
Für Alle die Sparen müssen oder lieber selber Schrauben sei
die ct 18/02 ans Herz
gelegt. Zur Übersicht hier einige Essentials daraus:
Der Betriebslärm entsteht aus den drei Quellen: Festplatte, Prozessorlüfter
und Netzteillüfter. Bei den oben erwähnten Modellen werden die
Lüfter mit aufwendiger Technik ersetzt. Im Eigenbau ist das nur mit
großem Aufwand zu erreichen. Bei sorgfälltiger Planung des
Systems und Auswahl der Komponenten lässt sich aber denoch ein sehr
leises, d.h. Wohnzimmer taugliches System realisieren - einiges Geschick
gehört aber auch dazu.
- Alle drei Faktoren können gemeinsam gedämpft werden: Mit
dem passenden Gehäuse. In der c't 17/01 S.128 wurden auf Schalldämmung
optimierte Gehäuse getestet. Die Ergebnisse sind sehr aufschlußreich:
Die besten Werte bei leisen PC Komponenten lagen bei 0,1 Sone (*1) -
die schlechtesten bei 0,7 Sone. Bei lauten Komponenten lag der Lärm
im Leerlauf zwischen 2,7 und 5 Sone!
(*1) : Silentmaxx Bigtower ST-11; jeweils gemessen
aus 25 cm Entfernung im Leerlauf - dieser Zustand entspricht dem normalen
MP3 Betrieb.
- Die richtige Wahl der Festplatte ist der nächste wichtige Schritt.
Wenn Sie z. B. für Ihr MP3-Archiv ohnehin nach einer größeren
Platte Ausschau halten, sollten sie sich unbedingt über das Geräuschverhalten
der Kandidaten informieren. Entscheidend dabei ist die Angabe der Geräusch-Maßzahl
in Sone, die das subjektive menschliche Lärmempfinden ausdrückt.
Dieses Maß ist linear, d.h. doppelter Wert wird als doppelt so
laut empfunden. Leise Platten haben so niedrige Werte wie 0.4 Sone Ruhegeräusch
(Samsung SV1204H Spinpoint V60 mit 117 GB -
Test in ct 15/02). Interessant ist hier nur das Ruhegeräusch
weil beim Abspielen von Audio- oder Video- Dateien praktisch keine Zugriffsgeräusche
entstehen. Eine Angabe in dBA läßt den subjektiven Faktor
außer Acht. Diese Angabe ist logarithmisch: 3 dBA mehr bedeuten
den doppelten Geräuschpegel; 6 dBA mehr den 4fachen; usw..
- Lüfter für die aktuellen leistungsstarken Prozessoren sind
das heikelste Thema im leisen PC wie aus dem sehr guten und (Unerfahrenen
dringend) empfohlenen Artikel ct 18/02 ab S.122. hervorgeht:
- Athlons sind für leise PCs derzeit nicht unbedingt erste
Wahl: Das Aufsetzen des Kühlkörpers erfordert großes
Geschick - sonst droht die Zerstörung des Chip. Sie erzeugen
auch mehr Verlustleistung und sind nicht leicht gegen ungenügende
Kühlung (=CPU Fehler oder Zerstörung) abzusichern (geht
mit Board mit Auswertung der CPU Temperatursensordiode und richtig
konfigurierter Temp.Wächter Software). Der Pentium 4 reduziert
bei zuviel Hitze den Takt automatisch (Throttling)- hier kann tatsächlich
nichts anbrennen.
- Für Athlon und P. 4 gilt: Die Tabellen auf S. 127 ct 18/2
sind genau zu studieren: Die Balkengrafik ist nicht direkt vergleichbar!
Ungeregelte Lüfter auf einem Mainboard, dass die Lüfterregelung
übernimmt (Auswertung der CPU Tempsensordiode) regeln am genauesten
und erzielen dadurch die leiseste Kühlung. Unsere Empfehlung
ist daher der erschwingliche (ca. 40 EUR bei Alternate) 21004021007
Kühler von EKL.
Der 880 gr Brocken, Zalman CNPS6500B-Cu kühlt noch effizienter,
erfordert aber viel Platz und Geschick bei der Montage (ca. 60 EUR
bei www.oc-card.de)
- Bei Grafikkarten sollte man ein Modell ohne Lüfter wählen
- sie sind immer sehr laut.
- Fast alle Netzteile sind zu laut: Fa. Engelking Elektronik bietet
ein Netzteil mit Passiv-Kühlrippen an, dass nur bei hohen Gehäusetemperaturen
ventiliert.
- Zu dem bisher Genannten gibt es auch noch eine ganz andere Strategie:
Die Verbannung des Quälgeists in einen anderen Raum. Dabei muß
natürlich die Kabellänge für Empfangssensor und Audiokabel
berücksichtigt werden. Sollten Sie sich dafür entscheiden
bieten wir auch ein Versionen mit langem Kabel an (max. 15 Meter).
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